Freitag, 2. Dezember 2011

Geld oder Leben?

Hier ein sehr guter, kritischer Bericht von 3sat über den zeitgenössischen Kunstmarkt und wie Geld und Ruhm dem Genie stets übel mitzuspielen drohen.

Zitate:

 "Was sich gut verkauft, wird als "anerkannte" Kunst deklariert."
 
"'Ein Künstler wird auch danach beurteilt, in welcher Galerie er ausstellt, welcher Sammler ihn gekauft hat, in welchem Museum er ausgestellt hat und welcher Kritiker über ihn geschrieben hat.' Das Renommee in der Fachwelt ist also ausschlaggebend für die Bedeutung und den Erfolg eines Künstlers. Sein Name und sein Ranking bestimmen den Wert seiner Kunst. Hat er sich erst als Marke etabliert, kann er produzieren, was er will. Der Erfolg ist ihm dann sicher.

"'Heute gibt es Künstlerrankings und Kunstindexe, die alle versuchen, den Erfolg messbar zu machen und in Zahlen und Preisen darzustellen. Insofern hat sich der Kunstmarkt als Ganzes verändert und Kunst ist mehr zu einem Spekulationsobjekt, zu einer Ware geworden. Das ist der Unterschied zu früher' [...] Im letzten Jahrhundert definierten Kritiker und Museen, was gute Kunst ist. Heutzutage findet eine Verschiebung statt, denn vor allem Kunstsammler besitzen im Kunstmarkt eine größer werdende Macht."



--> Zum Beitrag auf der 3sat-Seite


Gibt zu denken...

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